Blumen des Frühjahrs

Herbstzeitlose-Colchicum als Frühjahrsblüher

Herbstzeitlosen können durch einen Laien leicht mit Krokussen verwechselt werden. In ihrer Blütenform ähneln sie den populärsten Frühlingsboten, dank denen die kalte und triste Winterzeit schnell in Vergessenheit gerät. Nur die Zeit, in der Herbstzeitlose aufblüht, bringt wieder auf die richtige Spur.

Herbstzeitlose - mehrere Pastelltöne im Garten

Herbstzeitlose-Colchicum als FrühjahrsblüherHerbstzeitlose gehört zu den Liliengewächsen und wird auch Giftkrokus oder Wiesensafran genannt. In Triften und Wiesen fühlen sie sich am besten, aber im trüben, herbstlichen Privatgarten sorgen sie auch für ein farbliches Feuerwerk. In der Gärtnerei sind sie nicht nur aufgrund ihres charakteristischen, krokusähnlichen Blütenstandes, sondern auch durch den giftigen Inhaltsstoff - das Colchicin – bekannt. Seit der Antike dient diese zarte, krautige Blume als Mittel zum Giftmord, daher sollen Kinder und Haustiere von der Herbstzeitlose ferngehalten werden. Sie sind ausdauernde und mehrjährige Gartenpflanzen, die in Stein- oder Kiesgärten, in niedrigen Stauden sowie zwischen anderen Gehölzen von September bis in den November hinein eine gute Figur machen. Auf gewählten Rasenflächen, wo sie sich relativ schnell ausbreiten, schaffen Herbstzeitlosen eindrucksvolle Blumenteppiche in mehreren Pastellfarben.

Colchicum - Kommt der Frost, endet die Pflanzzeit

Humos-sandige und lehmhaltige Böden an einem halbschattigen, windgeschützten Ort bilden perfekte Wachstumsbedingungen für die zwiebelartigen Knollen der Herbstzeitlosen. Dreimal so tiefe Pflanzlöcher, wie die Knollen hoch sind, sollen ausgehoben und aufgelockert werden. Dort können die Giftkrokusse dauerhaft belassen werden und den Winter überdauern, um jedes Jahres zahlreiche trichterförmige Blüten herauszubilden und den Beginn des Herbstes anzuzeigen. Die beste Pflanzzeit für diese Zwiebelgewächse fällt in die Monate zwischen Juli und November, bevor die ersten, andauernden Fröste hereinbrechen.

Herbstzeitlose ist ein robuster und pflegeleichter Gartenbewohner, der keine natürlichen Feinde hat. Das einzige, worauf man achten muss, ist die Mulchschicht, die zur starken Schwächung führen kann und daher entfernt werden muss.

Bildautor: Hans, Bildquelle: pixabay.com